traditionelle Weinbergsarbeiten: Weiden schleißen.
Viele traditionelle Arbeiten im Weingut und in den Weinbergen sind im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten und wurden durch moderne Werkzeuge und Materialien ersetzt. Heute werden Weinreben meist mit Kunststoffbändern an Drähten und Pfählen befestigt. Früher jedoch nutzte man dafür Weidenruten aus der Natur. Diese wurden in dünne Streifen geteilt – man sagte dazu „geschlissen“. Die so entstandenen Weidenbänder bündelte man zu sogenannten Weidengürteln und weichte sie mehrere Tage lang in großen Bütten ein, damit sie geschmeidig wurden. Ausgestattet mit sogenannten Bindschürzen banden – oft die Winzerinnen – im Frühjahr die jungen Weintriebe mit diesen vorbereiteten Weiden sorgfältig an den Rebstöcken fest. Eine Handwerksarbeit, die heute kaum noch jemand kennt oder beherrscht. Meine Freunde Gerd und Maria Rink zeigen in diesem Video, wie das traditionelle „Schleißen“ der Weiden funktioniert und wie viel Geschick und Erfahrung dafür notwendig sind.